Yoga

Yoga ist Pizza

What?!? Aber ja, da ist was dran. Wie die Pizza auf ihrem Weg von Neapel nach New York und zurück hat Yoga sich weit von seiner Heimat entfernt, hat verschiedene Einflüsse in sich aufgenommen und ist mit neuen Zutaten nach Indien zurückgekehrt. Deshalb kann sich modernes Yoga stark von traditionellem Yoga unterscheiden, sagt Historiker Mark Singleton von der University of London, selbst Yogi, der momentan die Geschichte des Yoga erforscht. Und noch ein Gedanke, der mir sehr gut gefällt: Yoga wird immer zu dem, was Menschen gerade brauchen. Die erste Bedeutung des Begriffs „Yoga“ war Meditation. Seit dem 11. Jahrhundert entwickelte sich dann das sogenannte Hatha Yoga, das Atem und Meditation mit bestimmten Stellungen verknüpfte: den asanas, die wir heute am meisten mit Yoga verbinden. Hatha wurde nach dem 16. Jahrhundert zur beliebtesten Yogaform in Indien. Erst durch den Einfluss der Briten in Indien wurde Yoga auch als Mittel zur Stärkung des Körpers entdeckt und hat sich in die Richtung entwickelt, die wir heute kennen, mit all ihren Stilen, Schwerpunkten und Ausrichtungen. Warum Yoga gerade in so turbulenten Zeiten so populär ist? Yoga ist mittlerweile für viele die vorrangige spirituelle Praxis. Der Historiker meint dazu: „In unseren modernen Großstädten brauchen Menschen vor allem ein Mittel zum Stressabbau, und sie wollen sich mit etwas Wahrem und Tiefem verbunden fühlen. Yoga stillt die spirituelle Sehnsucht in modernen Gesellschaften, deren Angehörige nicht mehr an organisierte Religion glauben. In einer Welt, die sich ständig verändert, die vielen Menschen keine religiöse oder spirituelle Sicherheit mehr bietet, gibt es eine große Sehnsucht nach Dingen, die ursprünglich sind, die wahr sind und nicht zu verkaufen. Nach Dingen, die sich nicht verändern.“ Der Sonnengruß ist der Sonnengruß und bleibt der Sonnengruß. Im Yoga arbeiten wir an unsere Stabilität, Leichtigkeit und Flexibilität. Wir versuchen durch das Verbinden von Atem und Bewegung Balance zwischen Körper und Geist herzustellen. In unser Yogapraxis verstummt der aktuelle Weihnachtswahnsinn rund um uns herum, wir werden ganz ruhig und entdecken im besten Fall in uns was wirklich wichtig ist. Deshalb mache ich Yoga und ich freu mich über alle die 2018 in meinen Klassen waren und alle die 2019 dabei bleiben und dazukommen. Namaste 🙏🏻

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