„Gesunder Schlaf ist die erste Priorität für ein ausgeglichenes Leben.“ – sagt Dr. Matthew Walker, Schlafforscher. Yoga kann helfen, Körper und Geist in Einklang zu bringen, innere Ruhe zu fördern und den natürlichen Rhythmus zu stabilisieren.
Unser Körper folgt einem feinen 24-Stunden-Rhythmus, der Schlaf, Energie, Stimmung und Stressresistenz steuert. Werden diese Signale gestört – durch unregelmäßige Schlafzeiten, ständige Aktivität oder Reizüberflutung – gerät der Rhythmus aus dem Gleichgewicht. Sanfte Yoga-Praxis, Atemübungen und Meditation können helfen, diesen Rhythmus wieder zu harmonisieren.
Morgens den Körper zu wecken, heißt auch, den Geist zu wecken. Eine kurze, achtsame Morgenpraxis setzt das Signal: Der Tag beginnt im Einklang mit mir selbst. Dazu gehören einfache Bewegungen wie sanfte Wirbelsäulenmobilisation, Schulter- und Hüftkreisen oder fließende Sequenzen, kombiniert mit bewusster Atmung. Natürliches Licht am Morgen unterstützt die innere Uhr und hilft dem Körper, Energie zu tanken. Schon zehn Minuten bewusster Praxis können den gesamten Tag harmonisieren.

Am Abend sehnt sich unser Nervensystem nach Ruhe und Sicherheit. „Ruhige Abendrituale bereiten den Körper auf tiefen Schlaf vor“, erklärt Schlafcoach Anna Berger. Sanfte Dehnungen, Yin-Haltungen wie Vorbeugen oder Hüftöffner und längere Ausatmungen aktivieren das parasympathische Nervensystem, den Ruhemodus unseres Körpers. Diese Praxis fördert die Melatoninproduktion, erleichtert das Einschlafen und verbessert die Schlafqualität. Regelmäßig ausgeführt, sorgt sie dafür, dass Körper und Geist sich erholen und das Nervensystem regeneriert.

Yoga wirkt direkt auf das Nervensystem. Ein überreiztes Nervensystem führt zu schlechtem Schlaf und erhöhter Stressanfälligkeit – beides lässt sich durch bewusste Praxis ausgleichen. „Es geht darum, einen Kreislauf zu durchbrechen und dem Körper die Signale von Aktivität und Ruhe zurückzugeben“, erklärt Dr. Walker. Atemübungen, sanfte Yoga-Übungen oder kurze Meditationen trainieren den Körper, zwischen Aktivität und Ruhe zu wechseln. Das Ergebnis: stabilere Energie, bessere Regeneration, gesteigerte Stressresistenz und ein harmonischerer Tagesablauf.
Du brauchst keine langen Sessions oder komplexen Übungen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Probier doch die Videos in unserer Yogamotion.Videothek aus!
Morgens: 15 Minuten bewusste Mobilisation und Atemübungen.
Abends: 20 Minuten ruhige Dehnung, Yin-Haltungen und Entspannung.
Wie der Meditationslehrer Jon Kabat-Zinn sagt: „Du kannst nicht immer kontrollieren, was um dich herum passiert, aber du kannst immer kontrollieren, wie du darauf reagierst.“ Yoga hilft genau dabei: dein Nervensystem zu beruhigen, innere Stabilität zu finden und im Einklang mit deinem eigenen Rhythmus zu leben.