Inspiration

Meditieren bringt’s!

„Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas, sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da“ Thich Nhat Hanh, vietnamesischer Mönch und Schriftseller. Jeder hat Phasen in seinem Leben, in denen fühlt er/sie sich gehetzt und gestresst. Sport hilft als Ausgleich, Yoga selbstverständlich und immer wieder hört man auch von Menschen, die tatsächlich täglich meditieren. Apps, Podcasts, Bücher, Blogs – nichts, was es zum Thema heute nicht gibt. Vieles davon modern und ohne Esoterik-Touch. Meditieren ist plötzlich hip. Wahrscheinlich, weil Meditation eine Möglichkeit ist, die Achtsamkeit zu trainieren. Meditation verspricht Entspannung und innere Ruhe.

„Meditation“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie: Nachdenken, Nachsinnen, Überlegen. Meditation hat ohne Frage religiöse Wurzeln, kann aber auch unabhängig davon praktiziert werden. Im Grunde handelt es sich um eine einfache Achtsamkeits- und Konzentrationsübung. Man setzt sich aufrecht, aber bequem an einen ruhigen Ort und konzentriert sich auf den eigenen Atem. Gedanken registriert man, lässt sie aber nicht weiter an sich heran. Kein großes Trara also. Einfach und unkompliziert. Und doch so effektiv…. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßiges Meditieren bei gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, hohem Blutzuckerspiegel, hohen Cholesterinwerten, Herzproblemen und Schmerzen helfen kann. Außerdem scheint es sich positiv auf das Immunsystem auszuwirken. Versuchspersonen zeigten nach einem mehrwöchigen Meditationstraining außerdem weniger Angstzustände und depressive Symptome. Daneben verbessert es die Gehirnaktivität und macht stressresistenter. Was genau bedeutet das jetzt aber für dich, mich und unser alltägliches Leben?

1. Meditation sorgt für Ruhe im Kopf
Normalerweise denken wir pausenlos über irgendetwas nach. Habe ich den Herd wirklich ausgemacht? Ich muss später dringend mal meine Mutter anrufen? Was soll ich mir heute Abend zum Essen kochen? … und so weiter und so fort. An sich ist das normal. Unser Geist ist ständig in Bewegung. Allerdings kann das ständige Gedankenkreisen auch heftigen Stress auslösen oder uns nachts um den Schlaf bringen. Meditation kann helfen auf die STOPP-Taste zu drücken. Der Schlüssel liegt darin, Gedanken loszulassen. Gedanken kommen nämlich nicht von außen sondern von innen. Wir selbst sind also die Macher unserer Gedanken und als solche können wir auch entscheiden, ob wir einen bestimmten Gedanken weiter verfolgen oder nicht.

2. Meditation erhöht Bewusstheit und Konzentration
Durch den Fokus auf den eigenen Atem wird man in den aktuellen Moment geholt. Vergangene Sorgen und zukünftige Pläne verblassen. Alles was zählt ist das Hier und Jetzt. Auf diese Weise wird der Geist trainiert bei einer Sache zu bleiben und zwar ohne Ablenkung. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit und lässt uns über die Zeit klarer, präsenter und bewusster werden.

3. Meditation unterstützt den Stressabbau
Ein wunderbares Nebenprodukt von Meditationsübungen ist die damit einhergehende Entspannung: Blutdruck und Puls senken sich. Muskelverspannungen werden gelöst. Der Körper kommt zur Ruhe. Wie? Indem wir lernen, Gedanken vorbeiziehen zu lassen und nicht mehr gleich auf sie anzuspringen. Unsere Gedanken lösen nämlich die gleichen körperlichen Erregungszustände aus, wie die reale Welt. Denken wir bspw. an die bevorstehende Präsentation, brechen wir in Schweiß aus, fangen an zu zittern etc. Indem wir die Gedanken vorüberziehen lassen und uns auf unseren Atem konzentrieren, kann auch der Körper loslassen.

4. Meditation kann Schmerzen lindern
Meditationsübungen werden auch in der Schmerzbehandlung oder auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt. Dabei geht es nicht darum den Schmerz auszuschalten, sondern die innere Einstellung zu ihm zu verändern. Die Idee ist die: Weil wir den Schmerz als Feindbild erkennen, verursacht das jede Menge Stress im Körper. Wenn ich bspw. bei Zahnschmerzen die ganze Zeit an das unangenehme Gefühl denke, verkrampft sich mein ganzer Körper und alles reagiert auf meinen Ärger gegenüber diesem schmerzenden Zahn. Sobald wir aber lernen den Schmerz zu akzeptieren, kann sich der Körper entspannen, was dazu führt, dass wir den Schmerz subjektiv als weniger schlimm empfinden.

5. Meditation führt zu mehr Gelassenheit
Meditation kann uns dabei helfen, eine gewisse Distanz zum Durcheinander unserer Gedanken zu entwickeln. Gleiches gilt für unsere Gefühle. Auch Gefühle sind vorübergehende Phänomene des Geistes. Manche Menschen verdrängen sie, indem sie alles hinunterschlucken und in sich hineinfressen. Andere müssen immer alles rauslassen, aufbrausen und Druck ablassen. Beide richten damit nicht selten viel Schaden an. Die einen an sich selbst, die anderen an ihren Mitmenschen. Durch Meditation können wir unsere Gefühle aufkommen lassen, sie benennen und akzeptieren, ohne sie mit weitergehenden Gedanken zu nähren. Ein regelmäßiges Meditationstraining hilft dir somit dabei, deinen eigenen Körper, deine Gedanken und Gefühle besser und bewusster zu spüren und diese Dinge als Teil deiner selbst zu akzeptieren.

Okay, deshalb macht meditieren also Sinn. Aber wie anfangen? Wir haben eine Expertin zu uns ins Yoga.Motion.Studio eingeladen. Shadi Pouyazadeh-Schmidt kommt aus der Medienbranche und war jahrelang Mode Redakteurin bei Puls 4. Vor 4 Jahren hat sie dann ihren Sohn bekommen und sich immer mehr zwischen Job und Familie zerrissen gefühlt. Plötzlich war sie Working Mum. Ein tägliches hin und her zwischen Berufs- und Privatleben, gefangen zwischen hohen Ansprüchen im Job an sich selbst und dem Wunsch immer für ihren Sohn da zu sein. Irgendwann ging es nicht mehr weiter und Shadi hat sich in einem Meditationsretreat in Südamerika wiedergefunden. Diese Ruhe und Balance, die sie dort gefunden hat, wollte sie nicht nur in ihrem Alltag mitnehmen, sondern auch weitergeben. Deshalb hat sie eine Ausbildung zur zertifizierten Meditationstrainerin zu absolviert und wird uns am 29. November für einen Einführungsabend besuchen. Shady wird gemeinsam mit euch Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und Meditationssessions praktizieren. Eintauchen, Loslassen und Genießen.

Einführung in die Meditation mit Shadi
Wann: 29. November 2019 19 Uhr
Wo: Yoga.Motion.Studio Hermannstraße 17/2 3400 Klosterneuburg
Preis: freie Spende
Anmeldung: mail@yogamotion.at oder 0664/1100505

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